Kulinarische Entdeckungen

der Kochschule

Kimchi mit Heewon Kim

Kimchi mit Heewon Kim

1. April 2018......das ist kein Scherz!

Koreaner lieben ihren Kimchi. Kimchi ist eine Art fermentierter, scharf gewürzter Chinakohl, der praktisch zu jeder Mahlzeit gereicht wird. Koreaner glauben, dass Kimchi sehr gesund ist, putzt einem von innen heraus und macht außerdem eine schöne Haut. Wenn ich Heewon anschaue, glaube ich an diese magischen Eigenschaften, Heewon ist nämlich schon 42 Jahre alt, sieht aber 10 Jahre jünger aus. Sie ist sehr sympatisch, sehr leise und zurückhaltend – außer wenn es um ihr geliebtes Kimchi geht!

Ich freue mich, dass sie sich die Zeit genommen hat, mir genau zu zeigen, wie man korrekt Kimchi herstellen muss.

Der Chinakohl wird gewaschen und  6-8 Stunden in Salzwasser eingelegt, um dann mit einer Mischung aus scharfem roten Chilipulver, jeder Menge Knoblauch, kleinen Shrimps, Ingwer, Apfel, Zwiebel und Sesamkörnern eingerieben zu werden. Der Kohl wird dann fest zusammen gepresst und luftdicht verpackt. Die Milchsäuregärung setzt automatisch ein und macht das Produkt haltbar und lecker zugleich. Kühl gelagert hält er wirklich sehr lange, mehrere Jahre lang! Prima in den alten Zeiten, wo Essen knapp und rar war. Auf dem Land wird Kimchi in Tontöpfen gelagert und im Garten eingegraben. In der Stadt wird er in den Wintermonaten auf den Balkon gestellt. Ich persönlich esse Kimchi am liebsten recht frisch, höchstens ein paar Tage eingelegt, aber das ist Geschmackssache.

Das Rezept:

1: Einen Chinakohl abspülen und ca. ½ Tasse Salz zwischen die Blätter streuen, dann in gesalzenem Wasser für ca. 8 Stunden einweichen. ½ Tasse Salz zu 10 Liter Wasser. Am besten ein Gewicht auf den Kohl legen, damit er komplett mit Wasser bedeckt ist.

2: Chinakohl kurz waschen und gut abtropfen lassen.

3: Folgende Zutaten mischen, um die rote Gewürzmischung herzustellen:

1 Tasse rotes Chili Pulver

1/3 Tasse Fisch Sauce, 2 EL gesalzene Baby Shrimps

3 EL fein geriebener Knoblauch

1 EL fein geriebener Ingwer

½ geraspelter Apfel oder Birne

½ geraspelte Zwiebel

3 EL Sesamkörner

4: Einen Brei herstellen:  1/2 Tasse Klebreis Mehl mit 1 Tasse kaltem Wasser verrühren und ca. 3 Minuten aufkochen, dabei ständig rühren. Kalt werden lassen und unter die rote Gewürzmischung rühren.

5: Chinakohlblätter auseinander ziehen und die rote Gewürzmischung in die einzelnen Blätter gut einreiben. Es ist sehr wichtig, das gesamte Blatt inklusive Strunk mit der Mischung einzureiben.

6: Chinakohl wieder fest zusammen drücken und in ein luftdichtes Gefäß verpacken. Im Kühlschrank lagern bis zum gewünschten Reifegrad.

                                                                Guten Appetit !

 

 

 

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River Rafting, eine kulinarische Entdeckung? Oh ja!!

Clarence River Rafting in Neu Seeland.

6. Januar bis 11. Januar 2018

Kulinarische Impressionen und River rafting? Oh ja!

5 Tage im Boot und 6 Nächte im Zelt brauchten wir, um den Clarence Fluß auf der Südinsel von Neuseeland zu bezwingen. Er fließt durch Gebirgsregionen, Schluchten und wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaften und mündet nach 230 km in den Pazifischen Ozean. Weit ab von den üblichen Touristen Hotspots und Atraktionen, ist diese Bootstour ein echter Geheimtipp. Natur pur! Weit weg von jeder Zivilisation fühlt man sich frei und sehr der Natur verbunden. Lenny und Jordy waren unsere tollen Guides, zwei sehr erfahrene, wandelnde Lexikas über Flora und Fauna und dabei auch total „kiwi“ relaxed. Wir haben uns von der ersten Minute an sicher und wohl gefühlt. Ganz nebenbei haben die beiden sich auch als wahre Kochprofis entpuppt!

Zuerst wurden wir mit der nötigen Ausrüstung (Zelt, Luftmatratzen, Schlafsäcke, Helme und Schwimmwesten) und geeigneter Kleidung (Booties, Handschuhe, Hüte, warme und schnell trocknende Polypropylen Unterwäsche) ausgestattet.

Danach ging es flußabwärts auf unseren Riverrafts, ein Boot für uns und ein zweites für Lebensmittel und die Ausrüstung. Alles perfekt organisiert aber trotzdem viel Raum für spontane Erlebnisse, nach dem Motto: mal schauen was der Tag so bringt! Wir passen uns an, richtig so! Die Natur macht eh was sie will.

Wir hatten Glück dass es ein paar Tage zuvor stark geregnet hatte. Wie in vielen Flüssen Neuseelands variiert der Wasserpegel auch auf dem Clarens Fluß sehr stark. Im Sommer gibt es in dieser Gegend kaum Niederschlag, das Wasser ist zwar kristallklar und recht warm aber an manchen Stellen so niedrig, dass man die Schlauchboote über kleinere Strecken tragen muss. 

Manchmal lassen wir uns auch einfach treiben! Wir waren recht schnell unterwegs, die Stromschnellen machten richtig Spaß und das Paddeln hat der Clarence Strom für uns übernommen. Lenny und Jordy übernahmen das Steuern und wir schauten ganz entspannt die atemberaubende Landschaft an. Um den Durst zu löschen, hängt man eben seine Tasse über Bord und selbst gebackene Müslikekse und Quiche werden herumgereicht für den kleinen Hunger.

Von weitem sahen wir kleine, fette, schwarze Schweine in den Hügeln und Jordy´s Jägerinstinkt war sofort geweckt!

Kleine Menü Änderung gefällig? Vielleicht doch ein Schweinebraten für das Abendessen? Los gehts, hinterher, Jordy erklärt uns wie man sowas am besten macht. Die Schweinchen aber waren klüger und verschwanden blitzschnell im Wald. Wir liessen uns trösten, mit Lamm, mariniert mit Knoblauch und Rosmarin, knusprig gegrilltem Knoblauch-Kräuter Baguette, frischem Gemüse mit Kapern und Balsamico, selbst gebackenem Karamelkuchen zum Nachtisch, ja…das Leben ist manchmal hart ????!

Zwischendurch entdeckten wir ein wunderschönes, fast unberührtes Stück Wald, große einheimische Bäume, kleine Büsche und exotische Pflanzen. Jordy kannte dieses kleine Paradies, so  versteckt, man würde sonst einfach daran vorbei paddeln. Eine weitere kleine Wanderung hoch über dem Clarence zeigt uns wie dieser Strom wandert und seinen Flusslauf ständig ändert. Auch tiefe Risse im Erdreich zeugen noch von dem grossen Erdbeben im Jahr 2016, immer wieder sind Erdrutsche zu beobachten und an manchen Stellen säumen riesige Geröllmassen das Flussbett.

Kulinarische Impressionen und River Rafting? Oh ja! Auch das gehört zusammen. Rührei, geröstete Tomaten und Toast,  Riesenchampignons, frisch gebrühter Bohnen Kaffee zum Frühstück, Käse, Wein und gekühltes Bier zwischendurch. Marinierter Lachs, Süßkartoffelstampf mit viel Butter, grüner Spargel mit Balsamico, Salat und cremige Pralinen Eiscreme zum Nachtisch! Also damit hatte ich nicht gerechnet! Sogar selbst erlegter Hirsch kam auf den Tisch, mariniert natürlich und tatsächlich perfekt rosa gebraten. Ich war total überrascht und es hat mit natürlich enorm imponiert!!!! 

Jeden Morgen und Abend suchten wir trockenes Holz. Lenny oder Jordy machten ein Feuer, dass hat Athmosphäre, vor allem mit einem eisgekühltem NZ  Craftbier in der Hand! Ist es sehr kalt, wird ein bisschen Glut unter den Camping Stuhl gelegt, herrlich, ich will gar nicht mehr aufstehen….

Es waren 5 wunderschöne Tage, überraschend vielseitig und eben auch sehr lecker! Vielen, vielen Dank an Jordy, Lenny und Ben.

Sehr gerne gebe ich Ihnen auch Informationen falls sie Interesse haben sollten auch so ein Abenteuer zu erleben.

Rufen Sie mich einfach an   0160 8538123.

So haben wir es gemacht…

Webseite angeschaut     http://clarenceriverrafting.co.nz/multi-day-trip/

Mit Ben Judge Contact aufgenommen: raftingben@xtra.co.nz, unsere Wunschdaten genannt, er hat uns dann weitere Informationen (Preis, verschiedene Möglichkeiten, Ausrüstung zum leihen, Informationsliste was mitzubringen ist usw.) zugesandt. Das dauert manchmal ein bisschen länger, „Kiwi Gelassenheit“….!

Wir waren 4 Personen und sind von Auckland nach Christchurch (Südinsel) geflogen. Air NZ ist zwar etwas teurer aber zuverlässiger als Jetstar. Vom Flughafen haben wir direkt einen Bus (Hamner Springs Shuttle) nach Hanmer Springs genommen und dort einen entspannten Tag in den heißen Mineralwasser Bädern verbracht. Am nächsten Tag hat unser Guide Jordan uns direkt vom Hotel  abgeholt und mit seinem 4WD  zum Startplatz gebracht. (Ca. 1 Stunde, im Preis inbegriffen).

Am Ende unseres Abendteuers, am pazifische Ozean sind wir abgeholt worden und zurück zur Basis gebracht worden, dort haben wir eine heiße Dusche genossen und sind dann nach Hanmer in unser Hotel  gebracht worden (Im Preis inbegriffen, ca. 2,5 Stunden Fahrt); wir haben im Hotel übernachtet und haben am nächsten Morgen den Bus zurück nach Christchurch genommen. Hat alles ganz reibungslos geklappt!. 

Da Januar/Februar die Hauptreisezeit ist, ist es ratsam so früh wie möglich zu buchen.

Die Schulferien sind von Weihnachten bis ca. Anfang Februar, ganz NZ reist gerne im eigenen Land, es sind auch viele Touristen unterwegs.

Busse, Bahn, Flüge, Transfers, Hotel, Campingstellen sind oft ausgebucht.

NZ  Wetter ist unberechenbar, Sonne und Hitze, Regen und Kälte, alles an einem Tag.

Mein Fazit: Es ist sein Geld absolut wert, ein tolles Erlebnis für Körper, Geist und Gaumen!

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Hühnerbrühe, selbstgemacht und richtig lecker! Der Winter kann kommen.

Hühnerbrühe, selbstgemacht und richtig lecker! Der Winter kann kommen!

02. November 2017

Hühnerbrühe - selbstgemacht und richtig lecker! Der Winter kann kommen!

Brühe gehört zu den nahrhaftesten Lebensmittel, selbst gekocht aus Knochen und Gemüse sind sie reich an Kalzium, Magnesium und Aminosäuren. Sie besitzt auch entzündungshemmende Eigenschaften aber vor allem schmeckt es wirklich lecker! Eine Prima Grundlage für sämtliche Suppen, Saucen, Risottos, exotische Currys und heimische Eintopfgerichte. Pur kann es eine Mahlzeit ersetzen, dass wahre Kraftpaket . Es lohnt sich immer, eine größere Menge an Brühe herzustellen. Es lässt sich prima vorportionieren und einfrieren. So hat man immer eine leckere, selbstgekochte Brühe zur Hand. Die Großmütter haben es schon gewusst und die Wissenschaft bestätigt, dass die Hühnerbrühe ein wunderbares Mittel gegen Erkältungsbeschwerden ist. Ich kenne keine andere „Medizin“ die so gut schmeckt!

Also, ran an die Töpfe und kochen Sie eine leckere Brühe für die Seele und Gesundheit. Übrigens, auf meiner Webseite sind viele Rezepte, die von meinen Gästen in der Kochschule erprobt wurden. Kochen und backen macht Spaß, es lohnt sich auf jeden Fall! Gönnen Sie sich was besonderes.

Kräftige Hühnerbrühe, ergibt ca. 1,5 L.

1 ganzes Suppenhuhn

2,5 L Wasser

250 ml Weißwein (optional)

2 große Zwiebeln oder 6 Schalotten

2 Knoblauchzehen

1/6 Sellerieknolle

1 Pastinake

2 kleine Karotten

1/2 Lauchstange

3 Lorbeerblätter

6 Thymianzweige

1 TL Korianderkörner, ½ TL Fenchelsamen , 10 schwarze Pfefferkörner, 1 TL Meersalz

1: Suppenhuhn kurz abspülen und in einen großen Topf geben, mit Wasser und Weißwein auffüllen. Das Huhn sollte mit Flüssigkeit bedeckt sein. Eventuell etwas mehr Wasser dazugeben.

2: Karotten und Pastinake kurz abspülen und in größere Stücke schneiden. Schälen müssen Sie sie nicht. Lauchstange in 5cm lange Stücke schneiden, halbieren und kurz abspülen weil sich öfters Erde in den Blättern versteckt. Sellerieknolle und Zwiebeln schälen und in große Stücke schneiden. Knoblauchzehen schälen.

3: Alle Zutaten in den Topf hineingeben und einmal sprudelnd aufkochen. Temperatur runterschalten und ca. 2,5 Stunden bei mittlere Hitze köcheln. Aufsteigenden Schaum am besten mit einem Löffel abschöpfen.

4: Alles durch ein Sieb lassen, abkühlen, nachwürzen und falls erwünscht, eventuell portionieren und einfrieren. Im Gefrierfach hält sich die Brühe mindestens 3 Monate, im Kühlschrank ca. 4-5 Tage.

Guten Appetit!

Zu einer Schüssel dampfender Brühe, passt eine Scheibe knuspriges Fougasse, heiß aus dem Ofen besonders gut. Rezept unter der Rubrik "Rezepte".

Kulinarischer Spaziergang durch Malaga, Spanien

Kulinarischer Spaziergang durch Malaga, Spanien

02. November 2017

Simone von den Spain Food Sherpas, zeigt uns die verschiedenen Kaffee Spezialitäten vor dem berühmten Cafe Central.
Fantastische Obst und Gemüse Auswahl im Markt Central.
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Ein kulinarischer Spaziergang durch Malaga mit Simone von den Spain Food Sherpas.

Diesesmal lassen wir uns von der karismatischen Simone von dem professionellen Team der „Spain Food Sherpas“ durch Malaga führen. So lernt man doch viel mehr über Land, Leute und vor allem über Lebensmittel und Eßgewohnheiten der Einheimischen. Wir treffen uns um 11.00 Uhr morgens und nach einer kurzen Einführung und Kennenlernen, spazieren wir durch die schönen Gassen der Altstadt.  Der erste Stop, die „Ultramarinos „. Simone erklärt uns, dass diese Art von  Geschäften fast immer in  der Familie vererbt werden und besonders viel Wert auf lokale Lebensmittel in höchster Qualität legen. Das sieht man auch und es lohnt  wirklich, sich  in diesen meist sehr kleinen und vollgestopften Läden umzuschauen.  Es sieht alles so lecker aus und es dauert eine ganze Weile bis man wirklich alles entdeckt hat. Nächster Stop, der Hauptmarkt der Stadt Malaga, schwer zu glauben, aber im 18. Jahrhundert reichte das Meer bis zum Haupteingang und die Fischer hatten sogar an der Südseite des Marktes  ihre Angeln ausgeworfen, in der Hoffnung etwas zu fangen.

Mal Werft, mal  Kloster,  Hospital  oder Lagerhalle für Waffen, dann endlich wurde das fast zerstörte schöne alte Gebäude wieder  aufgebaut  zu einem herrlichen grossen Lebensmittelmarkt.

Hier bekommt man fast alles was  Land und Meer zu bieten hat.

Wunderschön und mit viel Liebe werden Türme aus Mandeln, Feigen und kandierten Früchten aufgebaut. Ein Herz aus Feige und Mandel wird uns überreicht. Normalerweise mag ich keine Feigen, aber diese hier sind weich, zuckersüß und schmecken in Verbindung mit gerösteten Mandeln wirklich gut. Frische Früchte, Gemüse und Pilze animieren zum Kauf und Oliven in allen nur erdenklichen Marinaden zum gleich essen. Fenchelkörner, rote Chilis und Zitronenscheiben geben den Oliven das gewisse  Extra an Geschmack. Aceitunas heißen Oliven auf spanisch, fast immer wird eine kleine Schale davon zu Wein oder Bier unaufgefordert und umsonst serviert. Finde ich wunderbar, ich esse Oliven nämlich sehr gerne.
Mit Simone an unserer Seite bekommen wir natürlich jede Menge Kostproben und interessante Hintergrundinformationen zu den Essgewohnheiten der lokalen Bevölkerung. 

Migas zum Beispiel sind ein spanisches und portugiesisches traditionelles Bauerngericht aus altem Brot, das weiterverarbeitet wird. Mal gebraten, mal  geröstet mit Ei und Chorizo, oder mit einer Rinderbrühe, Knoblauch und Gewürzen zu einer Paste vermengt und solange in Olivenöl gebraten, bis die Masse gold-gelb gebräunt ist. Es gibt sicherlich unzählige Varianten von Region zu Region.

Berge, von in Schweineschmalz gekochten und eingelegten Chorizos oder ganzen Fleischstücken,  glänzend in paprika-roten oder okker-orange gefärbten Schmalz, versetzten uns ins Staunen. Manchego, Spaniens berühmter Schafskäse, aus der Region Kastillen-La Mancha, in  allen Reifegraden von mild bis hoch aromatisch, sind zu erkennen, an ihren typischen Rindenstrukturen. Pikante mit Paprika  gewürzte Würste, mal gehackt, gekocht, aufgestapelt, mariniert und wunderschön arrangiert findet man überall.  Chorizos sind ja weit über die Grenzen Spaniens bekannt.

Getrocknete Schinken hängen von den Decken, tief dunkelrot in der Farbe, von zart marmoriert bis deutlich von Fett durchzogen.

Der beste Qualitätsstufe der spanischen geräucherten Schinken heißt Jamon Iberico de Bellota.

Diese besondere Rasse von Schweinen haben schwarze Pfoten, leben in den lichten Eichenwälder der Extremadura, und müssen mindestens 40% ihres Gewichts nur durch den Verzehr von Eicheln und Kräutern erlangt haben. Besonders lange gereift, schmecken die Schinken köstlich. Schinken, die bis zu 7 Jahre reifen , können bis zu 800,00 € pro Kg kosten! Zart schmelzend und hoch aromatisch wird er hauchdünn aufgeschnitten zum absoluten Genuss!

Simone schlendert mit uns weiter, zu den  Obst- und Gemüseständen; vorbei

 an den vollreifen, saftigen Mangoes, die im grossen Stil ausserhalb der Stadt angebaut werden und dann zu den leuchtend, roten Tomaten. Groß, klein, rund, wunderschön oder doch eigenwillig? Die Schönheit hat hier nicht das Sagen, gut so. Simone zeigt uns ihre Lieblingssorte, ein bißchen runzelig, uneben, und doch eine sehr GESCHMACKSINTENSIVE   Sorte. Ein wenig Olivenöl, viel Knoblauch, ein wenig Salz, mehr braucht man nicht und fertig ist der leckerste Tomatensalat. Das merke ich mir, nur schade, dass ich diese Sorte wahrscheinlich nicht in Deutschland kaufen kann. Und wie so oft, schmecken die Sachen im Ausland, im Ferienland einfach viel besser als zuhause, ich denke da an Sangria….

Es lohnt sich, in einer der vielen kleinen Bars direkt im Markt, eine kleine Stärkung zu bestellen. Gleich am Eingang führt uns Simone zu einer kleinen Tapas Bar. Hier werden die Boquerones(Anchovies) zuerst in Knoblauch und Kräutern eingelegt, bevor sie ganz leicht mehliert und fritiert werden. Diesen kleinen Unterschied schmeckt man. Serviert mit einem Schnitzer Zitrone und einem kühlen, frisch gezapften Cerverza (Bier)!  Ich bin hin und weg. Mir schmeckt Cruzcampo am besten, San Miguel ist aber auch sehr gut.

Weiter geht es vom Markt zu einem kleinen Restaurant in der Altstadt. Croquetas werden hier serviert und sind in ganz Spanien sehr beliebt. Kroketten kenne ich, aber hier werden Sie anders zubereitet. Keine Kartoffelmasse, hier wird ein dicke Bechamel hergestellt und mit den verschiedensten Zutaten wie Jamon, grünem Spargel, Pimientos oder Bacalau (gesalzene Kabeljau) verfeinert. Leicht paniert und frittiert schmecken sie zuerst knusprig dann wunderbar cremig, zuletzt dezent nach ihren Geschmacksträgern. Einen kühlen Weißwein dazu, herrlich!

Nächster Stop, Tapas modern interpretiert, interessant anzuschauen und fast zu Schade zum Essen.

Ein Gazpacho, leicht geliert, ideal als Zwischenmahlzeit und perfekt für die Sommerzeit.

In einem sehr kleinen Geschäft, ganz hinten im Eck, vorbei an den Porzellan Schalen und anderen Krimkrams, finden wir uns in einer kleinen Bar wieder. Hier trinken wir ein Vermuth Malagenios, serviert mit Zimtrinde, Orangen- und Zitronenscheiben, aufgefüllt mit Soda und viel Eis. Kleine Schälchen mit verschiedenfarbiger Schmälze, knusprigem Brot und Manchego – dem berühmten Schafskäse., werden dazu liebevoll serviert !

Zeit für einen Kaffee, aber zuerst wird uns erklärt, was es an verschiedenen Kaffeezubereitungen  gibt. Ich entscheide mich für einen Cortado, einem kleinen starken Kaffee  mit etwas Milch, in einem kleinen Glas serviert.

Langsam geht unsere Food Tour zu Ende, wir sind vollends zufrieden, sehr satt und überaus glücklich. Mein Fazit, diese Tour kann ich sehr emfehlen, gut gelaunte Guides, die offensichtlich viel Grundwissen und Leidenschaft mitbringen. Sehr gerne wieder!

Und da es noch viel mehr als nur leckeres Essen zum Entdecken gibt, hier noch ein paar Tips:

Malaga, die Provinz-Hauptstadt von Andalusien, mit 569.000 Einwohnern ist nicht gerade klein, Pablo Picasso wurde hier geboren. Ein Museum mit 207 seiner Werke ,  sowie sein Geburtshaus kann man besichtigen.

Es lohnt sich auch, die maurische Festung Alcazaba aus dem Jahre 11. Jahrhundert zu erklimmen. Sie liegt in der Altstadt nicht weit vom Picasso Museum entfernt mit einer wunderschönen Aussicht über die Stadt und den Hafen.

Malaga hat auch einen tollen Strand, in Sommer werden sogar Cocktails direkt zu Ihnen gebracht, frisch gemixt. Es gibt kleine Strandrestaurants wo Meeresfrüchte am offenen Feuer gegrillt werden.

Das Restaurant „el pimpi“ in der Altstadt, das einen Durchgang von einer Strasse zur Anderen hat, lohnt sich nicht nur wegen den   von vielen berühmten Persönlichkeiten handsignierten Weinfässern, der traditionelen Einrichtung oder den tüchtigen Kellnern, sondern auch der vielen Speisen von hoher Qualität und der sehr großen Getränkekarte. Höheres Preisniveau.

Im Umkreis von Malaga gibt es ebenfalls viel zu entdecken:

Zum Beispiel Ronda ist gut mit dem Alsa Bus zu erreichen, es liegt 723 m hoch, ca 113 km östlich von Malaga und gehört zu den ältesten Städten Spaniens. Es liegt auf einem steil abfallenden Felsplateau. Die Altstadt ist von dem neueren Teil der Stadt durch eine knapp 100 m tiefe Schlucht getrennt. Daher gibt es eine beeindruckende Steinbrücke aus dem 18. Jahrhundert. Sehenswert.

Eine kleiner Tipp am Rande. Malaga ist während der Osterzeit  Semana Santa` im Ausnahmezustand. Die  Hauptstrassen sind mit Tribünen flankiert, lange Prozessionen laufen durch die Gassen. Und ja, es wird laut gefeiert, bis in die kleinsten Stunden des Frühenmorgens… Nichts für schwache Nerven !

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist das?

Was ist das?

11. August 2017

Der unreife Cashewapfel mit Cashewkern.
Der reife Cashewapfel
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Was ist das?

So sehen Cashewkerne aus, die am Baum wachsen. Wir kennen sie nur geschält und fertig verpackt.Der immergrüne Cashewbaum wächst in tropischem Klima und wird zwischen 10 und 12 Meter hoch.

Die Cashewfrucht oder wie wir sie nennen Cashewnuss hängt an einem fleischig verdickten Fruchtstiel, genannt Cashewapfel. Der Cashewapfel verfärbt sich gelb-orange bis tiefrot und wird als Konfitüre oder auch als Kaschusaft weiterverarbeitet. Er schmeckt süßsäuerlich, ziemlich geschmacksintensiv und vielleicht ein wenig nach unreifen Äpfeln. Übrigens, der Saft mag zwar farblos sein aber er verursacht tiefschwarze Flecken, die man kaum rausbekommt – gut zu wissen. In Brasilien, wo der Cashewbaum heimisch ist, wird aus dem Saft des Cashewapfels Cajuina gewonnen, er soll medizinische und rituelle Wirkung haben. Von Brasilien aus wurde er von den Portugiesen nach Mosambik und Indien eingeführt. In Indien wird sogar ein Schnaps daraus gebrannt und nennt sich Cashew-Feni. Da der Cashewapfel leicht verderblich ist, werden wir ihn wohl nicht in unseren Märkten finden. Schade eigentlich, er sieht wirklich außergewöhnlich aus. Die Schale der Cashewnuss enthält ein Gift namens Cardol, es verursacht schwere Verätzungen auf der Schleimhaut und wirkt auf der Haut stark reizend. Deshalb werden die ganzen Nüsse mitsamt der Schale erstmal geröstet, oder mit Dampf behandelt. Dies neutralisiert das Cardol zuverlässig. Cashewkerne sind lecker und auch noch gesund.

Ich esse Sie fast am liebsten so, geröstet und leicht gesalzen. Aber mit Honig geröstet und karamellisiert laufen sie zu Höchstform auf. Viel Spaß beim backen und naschen!

 

Spitzkohl Salat

1 kleiner Spitzkohl

1 TL Meersalz

1,5 TL Zucker

4 EL weißer Aceto Balsamico oder Kräuteressig

6 EL Rapsöl

Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten

60 g geröstete Cashewkerne

 

1: Spitzkohl halbieren, den Strunk entfernen. In sehr feine Streifen schneiden und mit dem Salz vermischen.

2: Spitzkohl gut durchkneten, anschließend 5 Minuten ruhen lassen.

3: Restliche Zutaten dazugeben, gut vermischen und abschmecken.

 

Cashew Granola mit Honig karamellisiert

 

200 g rohe Cashewkerne, ungesalzen

3 gehäufte EL Haferflocken

1 EL ihres Lieblingshonigs oder Ahornsirup

4 gehäufte EL brauner Zucker

Große Prise Zimt

 

:: Zuerst ein Backblech leicht mit neutralem Öl auspinseln. So kleben die Cashews später nicht und lassen sich gut verteilen.

1: Alle Zutaten in eine Bratpfanne geben, eine Edelstahlpfanne eignet sich besonders gut da man besser sehen kann wie dunkel der Zucker/Honig wird. Gut vermischen.

2: Bei hoher Hitze und ständigem rühren die Cashewkerne karamellisieren. Falls es zu rauchen beginnt die Pfanne von der Hitze nehmen, aber trotzdem weiterrühren. Die Temperatur ein wenig reduzieren und solange weiter karamellisieren bis der komplette Zucker sich aufgelöst hat und die Cashewkerne gold-gelb geröstet sind.

3: Cashews auf das geölte Blech geben und auseinander ziehen.

Sie schmecken lecker einfach so, oder als Topping für Torten, Kuchen, auf dem Frühstücksmüsli oder Joghurt. Ein Rezept für ein Apfel-Birnenjoghurt mit Früchten und Cashew-Granola befindet sich unter der Rubrik Rezepte.

 

Wie bekomme ich die Bratpfanne wieder sauber? Einfach eine Stunde in Wasser einweichen, das Karamell löst sich von alleine auf.

  

 

 

Riga, Paris des Nordens

Riga, Paris des Nordens

01. August 2017

Riga, Paris des Nordens, natürlich kulinarisch gesehen.
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Einzige Metropole des Baltikums, mit etwa 700 000 Einwohnern hat Riga viel zu bieten. Prächtige Gildehäuser, Hanseatische Backsteintürme, mehr als 800 prachtvolle, wunderschöne Jugendstilhäuser, umgeben von einem grünen Gürtel, dem Pilsetas Kanal. Aber auch feine weiße Sandstrände in Jürmala und ein pulsierendes Nachtleben in der Unesco geschützten Altstadt. Riga boomt und strotzt vor Lebenslust. Seit dem 1. Januar 2014 gehört Lettland zur Eurozone.

Ich gehe immer gerne über den Lebensmittel Markt spazieren, hier findet man die ganze Vielfalt an Lebensmitteln die Land und Leute zu bieten haben.

Der Markt heißt „Rigas Centraltirgus“ die Kostbarkeiten sind wohl beschützt unter 5 riesigen alten Zeppelinhangars zu finden. Ursprünglich dienten die Hallenkonstruktionen als Zeppelin-Hangar für Luftschiffe während des Ersten Weltkriegs. Der untere Teil wurde einfach entfernt da die Konstruktion viel zu hoch war. Die gesamte Fläche des Centraltirgus beträgt  5,7 Hektar, wovon sich 1,6  Hektar unter den schützenden  Dächern der Hallen befinden. Also riesig und wirklich einzigartig. Bis zu 140 000 Besucher am Tag schauen, probieren, kaufen und decken sich mit dem Nötigsten und Unnötigsten ein. Hier triffst sich ganz Riga.

Jede Halle hat so seine Spezialitäten, delikate gold-gelbe Räucherfische sind hoch gestapelt neben geräucherten Fischrogen und so manches was ich noch nie gesehen habe. Große Wasserbecken mit lebendigen Fischen, frische Fischfilets von zart rosa bis tief rot, gerollte Schillerlocken und frittierte Fischhaut, hier gibt es eine enorme Auswahl.

Eine ganze Halle speziell für Milchprodukte zeigt wie wichtig diese Lebensmittel für die Letten sind. Leicht säuerliches Kefir, Joghurt, Käse in allen erdenklichen Varianten. Und natürlich Quark, mal körniger, mal cremiger, mit viel oder weniger Fett, recht säuerlich und aromatisch, ganz anders als hier in Deutschland.

Eines fällt auf, die Produkte sind sehr frisch und wirklich naturbelassen.

Selbst eine Bierzapfstation gibt es in einer Halle. Dort wird direkt in Plastikflaschen gezapft, um es mit nach Hause zunehmen. Ja, ich muss doch zugeben, wir waren ein wenig skeptisch, aber sie schmecken wirklich richtig gut. Wir haben einige probiert und waren richtig begeistert.

Bier auf Lettisch heißt Alus. Eine enorme Vielfalt, mal klassisch gebraut mal mit würzenden Zutaten wie Beeren, Honig oder wie in diesem Bild tatsächlich gewürzt mit Ingwer und Hanf (garantiert ohne Nachwirkung). Hanf wird noch traditionell angebaut und findet auch Verwendung in der Küche. Die Samen werden geröstet, fein oder grob zermahlen und werden z.B. als Brotaufstrich serviert.

Reine Bienenwachskerzen von hoher Qualität gibt es in den verschiedensten Formen und Größen. Den lettischen Honig (Medus) sollte man sich nicht entgehen lassen. Hoch aromatisch und einfach super lecker. Viele von den Damen die den Honig verkaufen sprechen ein wenig Deutsch und freuen sich wenn sie die verschiedenen Honige erklären dürfen. Von jedem bekommt man auf einem winzigen Löffel etwas zum probieren. Alle schmeckten wunderbar, da mussten wir einfach ein paar Gläser kaufen. Eine ganze Halle widmet sich sauer eingelegtem Gemüse. Eingelegt wird hier fleißig, die Gurken muss man einfach probieren, am besten eine von jedem Stand. Die Einlegegurken werden in eine Salzlake mit viel Knoblauch, Piment und noch mehr frisch gehacktem Dill eingelegt. Knackig hellgrün in der Farbe bedeutet das sie nur 1 Tag alt sind. Würziger schmecken Sie nach 2 Tagen in der Lake, die Farbe wird auch dunkler. Saftiger, knackiger oder würziger bekommt man sie nirgendwo. Unter der Rubrik Rezepte auf meiner Homepage gibt es ein Rezept dazu. Einfach mal ausprobieren, es lohnt sich!

Eine ganze Halle befasst sich mit Fleisch. Saftige Würste, getrocknete Salamis, gut abgehongene Steaks, in Marinade Eingelegtes und dünn geschnittene Schnitzel. Selbstverständlich auch Innereien, alles appetitlich präsentiert und garantiert frisch. Selbst Schweinefüße- und Köpfe schauen uns von den Ständer an, ungewohnt aber ursprünglich.

Vor dem Haupteingang des Marktes sitzt eine sehr alte Frau vor einem Tank gefüllt mit Kwass. Für uns recht gewöhnungsbedürftig, aber natürlich haben wir es probiert. Kwass bedeutet „saurer Trank“ und ist eine alkoholfreie Variante aus vergorenem Roggenmehl, Malz und Wasser und ist praktisch in allen osteuropäischen Länder sehr beliebt. Pure Kraft für Alt und Jung und garantiert gesünder als Limo. Geschmackssache, entweder man liebt es oder findet es absolut ungenießbar. Ich bin mir unschlüssig….

Ausserhalb der Hallen geht es tatsächlich weiter mit den Marktständen. Kleidung, Haushaltswaren, Schuhe, Krimskrams und noch mehr Gemüse, Früchte und Obst. Unheimlich viele frische Kräuter, Topfpflanzen, wunderschöne Blumensträuße, kleine Bäume und Sträucher leuchten in der Sonne und warten auf ihre Käufer.

Ein kleine Frau mit buntem Kopftuch sitzt vor ihrem kleinen Klapptisch und verkauft die von ihr gesammelten Waldheidelbeeren. Die Freundin nebenan weiss offensichtlich die besten Plätze im Wald um Pfifferlinge und Steinpilze zu sammeln. Frischer geht es kaum noch. Mit einem kleinen Schälchen Waldheidelbeeren in der Hand geht es weiter.

Der Centraltrigus, absolut  Sehenswert und immer eine Reise wert. Ich bin begeistert!

Die Lettische Küche ist vor allem schmackhaft, deftig und unverfälscht. Sicher gibt es auch innovative Köche der jüngeren Generation die aufregende und fantastische Kreationen zaubern, aber mich zieht es zu der ursprünglichen, ländlichen Küche.

Beliebt und auf fast jedem Menü findet man eine kalte Rote-Beete-Suppe mit viel gehacktem frischen Dill, schmeckt aromatisch und erfrischend. Zugegeben ein wenig ungewohnt, aber es lohnt sich diese Spezialität zu probieren. Vor allem im Sommer ist sie sehr erfrischend und mal was anderes. Soljanka Rezepte gibt es soviele wie Hausfrauen in Lettland, eigentlich eine Reste-Suppe aus Wurst oder Fleisch, Gewürzgurken, am besten mit einem großen Löffel cremigem Sauerrahm , gehackter frischer Knoblauch, Kräutern und Zitrone. Sehr lecker! Pelmeni, eine Art Ravioli scheint es in fast jeden Land zu geben, mal mit Fleisch, mal mit Käse/Quark gefüllt, serviert mit einem großen Löffel Sauerrahm, gehacktem Dill, gebraten oder in der Brühe.

Es gibt so viel in Riga zu entdecken, wir waren mittlerweile das zweite Mal dort und entdecken immer wieder Neues. Im Sommer sind die Nächte hell und lang, perfekt um Riga zu entdecken und zu genießen.